Ernährung bei Durchfall

Bei Durchfall sind einige Dinge gleich zu Beginn wichtig: Zunächst sollte man möglichst feststellen, warum man Durchfall hat. Man sollte auch die Ursachen von Durchfall kennen. Es ist ein Unterschied, ob man etwas Falsches oder Verdorbenes gegessen hat, einen ungekühlten Eierlikörrest getrunken hat oder möglicherweise einem in der Region grassierenden Norovirus anheimgefallen ist.

Einen verdorbenen Magen kann man binnen einem Tag mit der Reduktion des Essens und gegebenenfalls mit geeigneten Medikamenten kurieren. Wichtig ist aber die Abgrenzung zu einer Fisch- oder Fleischvergiftung, die gravierende bis lebensgefährliche Folgen zeitigen kann. Wird man bald nach Fisch- oder Fleischgenuss krank, sollte man sicherheitshalber einen Arzt konsultieren.

Die Symptome einer Fisch- oder Fleischvergiftung sind neben dem bereits erwähnten Durchfall starke Übelkeit und Erbrechen. Handelt es sich jedoch um Durchfall aufgrund einer Salmonellose, muss man anders behandeln. Hier ist vor allem die Elektrolytversorgung wichtig, da man wegen des oft stundenlangen Durchfalls viel Flüssigkeit verliert. Essen mag man in der Regel nicht.

Ein Darmvirus kann einen so genannten „Drei-Tages-Durchfall“ auslösen. Ihm begegnet man am besten mit Schonkost und Bettruhe, da er einen erheblich schwächen kann. Vor allem aber steckt man andere an. Welche Kost bei Durchfall angezeigt ist, kann man wegen der unterschiedlichen Verursacher, des Alters der Betroffenen oder verschiedener Vorerkrankungen nicht verallgemeinern. Bei Durchfall nach Nahrungsmittelunverträglichkeiten oder Fructosemalabsorption muss man beispielsweise zuerst den Verursacher finden, bevor man seine Kost entsprechend zusammenstellt. Nicht für jeden sind beispielsweise Salzstangen und Coca Cola ein wirksames Hausmittel. Für Kleinkinder und ältere Menschen ist so eine Kost sogar kontraindiziert.

Bei akutem Durchfall ist Fasten und viel Trinken die beste Anfangslösung. Elektrolytlösungen, warmer Kräutertee und heiße, salzige Hühnerbrühe sind sinnvoll, um den Elektrolytverlust aufzufangen. Salz, Zucker und Kalium werden jetzt besonders benötigt. Ist das Schlimmste vorbei, kann man zu leichter Normalkost übergehen, sollte jedoch alles meiden, was Magen und Darm reizen könnte.

Vorzuziehen ist der bewährte Haferschleim oder eine milde und frisch zubereitete Karotten- oder Kartoffelsuppe. Die feste Nahrung sollte sich durch einen geringen Ballaststoffanteil, niedrigen Fettgehalt und leichte Verdaubarkeit auszeichnen. Reiswaffeln, Bananen, Reis oder Zwieback haben sich wegen ihrer stopfenden Eigenschaften bei ausreichender Flüssigkeitsaufnahme bewährt. Tabu sind fette, kalte und blähende Speisen, scharfe Gewürze, Milchprodukte oder Rohkost.

Länger als drei Tage sollte kein Durchfall anhalten, ohne eine ärztliche Begutachtung nach sich zu ziehen. Bei Kleinkindern und Babys sollte sogar noch eher ein Arzt hinzugezogen werden. Hier greift man auf Grießbrei, Reisbrei, Bananen-Apfel-Brei oder Haferschleim zurück und kann im fortgeschrittenen Kindesalter auch Zwieback, Knäckebrot oder leicht getoasteten Toast geben. Auch hier ist ausreichende Flüssigkeitsaufnahme besonders wichtig. Bei Kindern ist der Schweregrad der Durchfallerkrankung – die meist virusbedingt ist – wichtig.

Ein Dehydrationsschock muss vermieden werden. Er tritt bei kleinen Kindern relativ schnell ein. Die umgehende Flüssigkeitsversorgung und eine möglichst schnell einsetzende Schonkosternährung beugen Vitalstoff-Mangelzuständen und Austrocknung vor. Im Alter, wo ohnehin meist nicht ausreichend getrunken wird und die Ernährung nur selten vitalstoffreich genug ist, muss ebenso zeitnah gehandelt werden. Zwar heilen viele Durchfälle innerhalb von spätestens drei Tagen selbst aus. Im Alter, bei bestimmten Vorerkrankungen oder in ganz jungen Jahren sind jedoch alle länger anhaltenden oder starken Durchfälle risikobehaftet.

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